Snoopy

Die Geschichte von Snoopy. Warum bekommt er einen eigenen Platz auf dieser Hp? Weil Snoopy ein besonderer Hund ist. Snoopy ist behindert. Er lebt in seiner eigenen Bubble. Und Snoopy ist ein Kämpfer. Eine kleine Persönlichkeit, mit eigenem Willen und eigenen Wegen.

Snoopy kam mit Problemen zur Welt. Er war sehr klein und konnte nicht bei Mama trinken. Er hatte eine meeega lange Zunge und er war sehr schwach. So kam es, dass wir ihn mit der Flasche grosszogen. Da er von seinen Geschwistern auch immer geärgert wurde, musste er ein Einbettlaufgitter beziehen. Aber Snoopy war nicht alleine. Sein Freund war Doggy, ein Plüschhund den man aufwärmen konnte. Wenn ich ihm Doggy ins Bett legte, sprang er sofort auf ihn drauf und schlief sofort ein

Trinken war für ihn jeden Tag eine Mammutaufgabe. Er konnte sein Köpfchen nicht selber halten. Es wackelte hin und her. Seine grosse Zunge, hinderte ihn manchmal am Schlucken. Aber mit meiner Unterstützung klappte auch das irgendwann. Er entwickelte sich langsamer wie seine Geschwister. Auch wog er immer nur die Hälfte von ihnen. Das Gehen fiel ihm immer sehr schwer. Oft fiel er hin oder rannte im Kreis. Ich hörte oft von Aussenstehenden, dass man diesen Hund doch besser erlösen sollte. Für mich kam das nicht in Frage. Er kämpfte. Er wollte leben. Er hatte augenscheinlich auch keine Schmerzen. Erlösen konnte man ihn immer noch wenn es nicht mehr geht.

Snoopy wuchs. Langsam, aber er wuchs. Sein Gangbild blieb das Gleiche. Er torkelte, kippte immer wieder mal um. Aber seine Lebensfreude war einfach unschlagbar.

Mittlerweile ist Snoopy erwachsen. Er kann mittlerweile so laufen, dass er nicht dauernd umfällt. Nur wenig fällt er mal noch um, wenn er zu schnell unterwegs ist. Seine Hinterbeine sind steif. Er zeigt kein normales Gangbild. Trotzdem flitzt er rum. Manchmal wenn ich ihn vom Garten reinholen will, rennt er schnell weg. Man sieht ihm an, wieviel Spass es ihm macht, mit mir Fangen zu spielen und mich zu veräppeln. Er ist ein richtiger Mamahund geworden. Es wird lautstark reklamiert, wenn er nicht bei mir sein kann.

Vor Kurzem ging es ihm sehr schlecht. Er hatte starkes Bauchweh und richtig starken Durchfall. Gut haben wir eine tolle Tierärztin, die ihn noch am gleichen Tag behandelt hat. Mit Antibiotika und Schonkost, haben wir auch diese Hürde genommen. Snoopy ist wieder gesund. Ich bin sehr froh. Hatte echt Angst um ihn. Ich mache mir nichts vor. Ich denke nicht, dass er sehr alt wird. Aber ich bin um jeden Tag froh, an dem ich ihn morgens aus seinem Bettchen nehmen darf und er fröhlich seine Runden dreht, bis es endlich Futter gibt. Snoopy hat nämlich eine Art Futtertanz. Er rennt im Kreis. Und zwar von dem Augenblick an, in dem ich das Futter bereit mache, bis er es dann endlich bekommt. Seit ein paar Tagen begleitet er uns auf Spaziergänge. Weil seine Beinchen nicht so lange laufen können, darf er den grössten Teil in unserem Welpenwagen mitfahren. Er hat schnell gemerkt, dass ein Spaziergang etwas mega Tolles ist. Ok, er hat so seine eigenen Ideen, in welche Richtung er gehen will. Aber ich habe ihn mit einer dünnen Schleppleine gesichert. So kann er mir nicht so schnell abhanden kommen. Denn manchmal hat er trotz steifen Hinterbeinchen und schlechtem Gleichgewicht doch ein ziemliches Tempo drauf

Ich hoffe, dass wir noch ganz lange an ihm Freude haben dürfen. Bleib wie du bist mein Grosser. Du bist vielleicht nicht der Schönste, aber du hast ein Löwenherz und bekanntlich kommt ja wahre Schönheit von Innen :-)

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